(Loop, miniDV, 2:15 min.)
Bild / Picture: Theresa Schubert
Sound: Moritz Fehr / Theresa Schubert
Artcore, Kunstzeitung, 2004, Weimar:
"Ein Gedicht in Bild und Ton von Theresa Schubert
Die Projektion "Mi Sherebach von Theresa
Schubert enthüllt mittels Videobildern das Feld des Träumerischen
als Terrain der Erinnerung. Die Träume der Nacht speisen
sich ebenso wie Tagträume aus dem Material der Erinnerung.
Das Zusammenwirken von Bewusstem und Unbewusstem wird in Ihrem
Video als ein verschlugener, heller Bereich in der Erinnerung
gezeigt. In ihren poetischen Bildern vermischt sich ein Frauengesicht
mit Naturbildern, sodass der Betrachter seine eigene, an Landschaften
geknüpfte Erinnerung einbringen kann. Das Gesicht der
Frau scheint zuerst regungslos zu sein, bis die Lippen beginnen,
Buchstaben zu formen. Es entstehen Klangbilder und Worte,
eine eigene Sprache scheint sich zu entwickeln. Mi Sherebach
(hebräisch) ist der Titel eines traditionellen Gebetes
im Judentum, bei dem der Segen Gottes für eine Person
erbeten wird. Der Name der Person, in Verbindung mit den Vorfahren
Abrahams, wird in das Gebet eingesezt."
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