DAS ROSENFIEBER
KONZEPT FÜR DIE AUSSTELLUNG „DIE ENTBLÖßTE
FARBE: ROSA“
In meinem Beitrag zur Ausstellung "Die entblößte
Farbe: Rosa“ setze ich mich mit der besonders auffallenden
Rosenart rosa damascena und ihrer Bedeutung für den berühmten
Arzt Philippus Aureolus Theophrastus Bombast von Hohenheim
(1493 – 1541), besser unter dem Namen Paracelsus bekannt,
auseinander.
Ist die Rose heute in unserer Kultur mit Bedeutungen zumeist
positiver Art aufgeladen und fungiert zum Beispiel als Symbol
für 'Liebe', so hatte sie für Paracelsus eine ganz
andere Qualität: Er sah in ihr die Ursache für das
von ihm so genannte "Rosenfieber", einer allergischen
Reaktion vergleichbar dem Heuschnupfen. Denn der Duft dieser,
aus Damaskus stammenden Rosensorte, die im Laufe des 16. Jahrhunderts
in ganz Europa verbreitet wurde, war bei überempfindlichen
Menschen Auslöser verschiedener körperlicher Reaktionen
- in seinen Texten spricht Paracelsus von Schwächungen
des Körpers und Ohnmachtsanfällen, die teilweise
sogar schon beim Anblick der Rose auftraten.
In der Ausstellung werde ich einen fiktiven Versuchs- oder
Arbeitsapparat des Paracelsus präsentieren, der es den
Besuchern ermöglichen wird, in diesem Rahmen eine Selbst-diagnose
mit Bezug auf das Rosenfieber durchzuführen.
PARACELSUS DIAGNOSEGERÄT wird es ermöglichen, visuelle
Reize getrennt von olfaktorischen Reizen wahrzunehmen und
somit sowohl die unterschiedlichen Qualitäten der rosa
damascena als auch der Farbe Rosa sichtbar und mit dem Geruchssinn
wahrnehmbar zu machen.
Im dokumentarischen Teil der Arbeit präsentiere ich
historische Fakten zur Geschichte der rosa damascena, des
Rosenfiebers und seiner Nachfolger sowie zur Person des Paracelsus.
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